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23.11.2018 – Konfirmanden besuchen die „Gefährdetenhilfe Wegzeichen e.V.“ in Enzklösterle

Gespannt machten sich 17 Engelsbrander Konfirmanden, Pfarrer Kurt Fischer, zwei kirchliche Mitarbeiterinnen sowie zwei Väter und zwei Mütter auf den Weg Richtung Enzklösterle zur christlichen Gemeinschaft „Gefährdetenhilfe Wegzeichen e.V.“. Was das genau ist, wusste keiner der Konfirmanden oder der Eltern so richtig, manch einer überlegte sogar, wo Enzklösterle liegt und wie man da von Engelsbrand aus am besten hinfährt. Nach der herzlichen Begrüßung von Gaby und Wolfgang Isenburg, gab der Hausherr einen Einblick in den Alltag der „Großfamilie auf Zeit“. Bereits seit 30 Jahren nimmt das Ehepaar drogen- oder alkoholabhängige Männer bei sich auf und hilft ihnen auf dem Weg zurück in ein „normales“ Leben. 240 Personen haben die beiden bisher begleitet. „Ich möchte das Gute, das ich erlebt habe, an andere weitergeben. Es ist uns ein Anliegen, dass sich die Männer bei uns wohlfühlen und ein Zuhause finden“, sagt Gaby Isenburg.

„Wir möchten orientierungslosen Menschen einen Weg aus ihrer Abhängigkeit und Hoffnungslosigkeit zu einem sinnerfüllten Leben zeigen“, unterstreicht der gelernte Zimmermann Wolfgang Isenburg, selbst Vater von drei Kindern. Für Tochter Katharina Isenburg war es immer normal, dass viele Männer im Haus lebten. „Ich bin sehr dankbar, dass ich so aufgewachsen bin, obwohl es nicht immer einfach war“, erzählt sie an dem Abend. 

Während sich Gaby Isenburg vor allem um den Haushalt und Büroarbeiten kümmert, arbeitet Wolfgang Isenburg mit den Männern im Garten- und Landschaftsbau, den ein Gartenbaumeister leitet. „Die Männer sollen sich an geregelte Arbeitszeiten und an ein festes Arbeitspensum gewöhnen.“ Wie in jeder Familie gibt es auch hier bestimmte Abläufe. Um sieben Uhr gibts Frühstück, danach findet eine kurze Andacht statt, dann geht‘s an die Arbeit. Um 18 Uhr wartet das Abendessen auf dem Tisch und wer mag, nimmt am Abendprogramm teil. 

„Momentan wohnen bei uns sieben Männer, die früher Drogenprobleme hatten“, erzählt Wolfgang Isenburg und mahnte zugleich: „Mit Drogen kann man nicht experimentieren.“ Das weiß unter anderem M. (24 Jahre), der mit 15 Jahren angefangen hat, Alkohol zu trinken. M. ließ sich mit den falschen Leuten ein. Seit zwei Jahren wohnt M. in Enzklösterle. „Der Glaube an Jesus ist bei der Gefährdetenhilfe keine Pflicht. Ich habe ihn allerdings hier entdeckt“, ist er froh. M. hatte verständnisvolle Eltern, die nur das Beste für ihren Sohn wollten. „Ich habe das Gute aber gar nicht mehr gesehen“, weiß er heute. M. wollte viel mehr etwas Besonderes sein, er wollte etwas erleben und suchte deshalb den Kontakt zu vermeintlich coolen Jugendlichen - meist aus schwierigen Elternhäusern. „Wer Alkohol trinkt, kifft auch schnell mal“, weiß M. heute. Seine vermeintlichen Freunde wurden zusehends wichtiger und interessanter als seine Eltern. „Ich wollte mein eigenes Leben gestalten“, erinnert er sich und fiel dabei gründlich auf die Nase, da er sich mit den falschen Leuten eingelassen hatte und von ihnen beeinflussen ließ.

R.‘s Leben drehte sich nur um Drogen. Über Alkohol-, Heroin- und Kokainerfahrungen kann R. (51 Jahre) berichten. In Kontakt kam er früh mit Alkohol, da seine Eltern eine Kneipe hatten. „Meine Mutter wollte das nicht, meinem Vater war’s egal“, erinnert er sich. R. hat seine Berufsausbildung abgebrochen, kam mit einer heroinabhängigen Frau zusammen, verbrachte einige Zeit wegen Beschaffungskriminalität im Gefängnis und hat heute einen 20jährigen Sohn. Als er 2001 aus der Haft entlassen wurde, lebte er vier Jahre bei den Isenburgs in Enzklösterle, machte seinen Führerschein und ging dann nach Düsseldorf zurück. Hier fing wieder alles von vorne an. Er verlor seinen Job, seinen Führerschein, geriet wieder auf die schiefe Bahn, wurde sogar obdachlos und hat viele Freunde sterben sehen. „Mein ganzes Leben hat sich um Drogen gedreht“, bedauert er. Jetzt lebt er wieder bei den Isenburgs und fühlt sich sehr wohl in der Schwarzwaldgemeinde.

J. lebte auf der Straße. „Mein bester Freund hat mich überredet, zu kiffen“, erinnert sich J. (30 Jahre). Zuerst nur am Wochenende, dann wurde es immer öfter, schnell geriet alles außer Kontrolle. J. hat nach dem Abitur ein Germanistik-Studium angefangen, es aber aufgrund seiner Drogenprobleme abgebrochen. „Ich bin total abgestürzt, habe mir meine ganze Zukunft verbaut“, sagt J.. Wegen Angstzuständen und Selbstmordversuchen kam er schließlich in die Psychiatrie und lebte 2017 sogar auf der Straße. Seine Eltern, gläubige Christen, hat er mit den „Füßen getreten“, seine alkoholabhängige Freundin ist im August 2018 gestorben. „Da bin ich aufgewacht“, sagt J.. Heute ist er sehr dankbar, dass er bei den Isenburgs wohnen darf, sein Leben wieder einigermaßen in der Spur verläuft und wieder lebenswert ist. 

Bevor die Konfirmandengruppe Spaß beim Billard, Tischkicker und Dartspielen im Bistro der Gefährdetenhilfe hatte, konnten sie in der Diskussionsrunde im großen Ess- und Wohnzimmer der Isenburgs noch Fragen stellen, das einige auch gerne taten. 

Die Frage nach der Finanzierung beantwortete Wolfgang Isenburg so: Durch den Garten- und Landschaftsbau kommen 30 Prozent des benötigten Einkommens rein, ansonsten ist die Gefährdetenhilfe auf Spenden angewiesen. Zum Beispiel gingen Opfergaben und Spenden der Erntedanksammlung und des Erntedankgottesdienstes in Engelsbrand an die „Gefährdetenhilfe Wegzeichen e.V.“. Staatliche Zuschüsse bekommen die Isenburgs keine. „Die wären an bestimmte Auflagen gebunden. Wir möchten aber frei sein und keine Vorschriften haben, wie lange die Männer bei uns bleiben dürfen zum Beispiel“, so Wolfgang Isenburg.

25.10. – 28.10.2018 – LEGO®-Stadt mit über 100 „Bauarbeitern“ im Dietrich-Bonhoeffer-Gemeindehaus

Vom 25. – 28. Oktober 2018 bauten über 100 „Bauarbeiter“ zwischen 5 und 15 Jahren eine gigantische LEGO®-Stadt im Dietrich-Bonhoeffer-Gemeindehaus. Der Fantasie der Kinder waren keine Grenzen gesetzt. Und so entstanden eine Vielzahl unterschiedlicher Gebäude und Szenen. Zwischen den Bauphasen war ein abwechslungsreiches Programm geboten, u. a. hörten die Kinder spannende, biblische Geschichten, benützten die Hüpfburg und die weitere Angebote im Kindergarten. Außerdem gab es für die hungrigen „Bauarbeiter“ immer wieder eine große Auswahl an Köstlichkeiten.

 Am Sonntag war der Abschlussgottesdienst mit anschließender Stadtbesichtigung. 

Vielen Dank an alle, die diese Tage aktiv, finanziell oder im Gebet unterstützt haben. Auch ein herzliches Dankeschön an die Mitarbeiter des kids-Teams Karlsruhe für ihren Einsatz mit den tausenden von LEGO-Bausteinen.

14.10.2018 – Erntedankgottesdienst und Gemeindefest zusammen mit der KiTa „Naseweis“

Danke sagen für alle guten Gaben

War das ein Gewusel in der Engelsbrander Antoniuskirche am zweiten Sonntag im Oktober! Die Kinder der KiTa „Naseweis“ zogen mit ihrem Team der Erzieherinnen unter Leitung von Sofia Karl zu festlicher Orgelmusik in das übervolle Gotteshaus ein. Ein prächtig geschmückter Erntedankaltar erwartete sie, als sie sich auf ihre Zusatzbänkchen vor den ersten Reihen der Kirchenbänke niederließen. Jedes Kind brachte ein Lieblingskuscheltier mit in den Gottesdienst, denn das Thema lautete: „Danke Gott für die großen und kleinen Tiere“. 

 Klassische Erntedankkörbchen brachten außerdem Kinder des 1. Schuljahres zusammen mit ihrer Lehrerin Lena Schlittenhardt nach vorne und ergänzten so den vollen Erntedankaltar. Dessen Gaben waren zum großen Teil von den Konfirmandinnen und Konfirmanden der Gemeinde an den beiden Vortagen bei Engelsbrander Familien eingesammelt worden, ebenso wie auch Geldspenden in Sammelbüchsen zugunsten der Gefährdetenhilfe Enzklösterle. 

 Flotte Lieder, die von Oliver Schnitzlein auf der Gitarre begleitet wurden, bestimmten den Ablauf des Gottesdienstes. Aus voller Kehle schmetterten die KiTa-Kinder ihr „Echt elephantastisch – einfach bombastisch, Musik, die uns gefällt, von Gott und seiner Welt“. Tiere im Wasser, in der Luft und auf der Erde wurden nun in Texten und Bildern vorgestellt und jedes Kind durfte an der passenden Stelle dann auch sein mitgebrachtes Tier benennen. Mit dem Klassiker „Er hält die ganze Welt in seiner Hand“ endete die Präsentation der KiTa „Naseweis“.

 Pfr. Kurt Fischer griff das Thema „Tiere“ dann anschließend mit der biblischen Geschichte von der Arche Noah auf. Dabei machte er deutlich, dass wir Menschen auch heute noch Zuflucht finden können bei Gott, wenn wir unser Vertrauen auf Jesus Christus setzen. Denn er möchte für jeden von uns der Weg, die Wahrheit und das Leben sein. 

 Drei Mütter des Elternbeirates der KiTa sprachen die Fürbitten, an die sich dann eine überraschende erste kleine Präsentation von Bauchredner Klaus Schlotterer anschloss. Im Gottesdienst hatte er – passend zum Thema – einen haarigen Begleiter dabei: einen Affen. Später kam dann seine Handpuppe Lucie zum Einsatz, mit der er interessante Dialoge führte.

 Nach Segen und Orgelnachspiel mündete der Gottesdienst unmittelbar in ein Gemeindefest in den Räumlichkeiten des Dietrich Bonhoeffer-Gemeindehauses ein. Ein schwäbisches Mittagessen erwartete die Festgäste, die es sich bei sonnigem Wetter nicht nehmen ließen auch den Platz vor dem Gemeindehaus zu belegen und ihre Kinder und Enkel zu beobachten, die unermüdlich die bereitstehende Hüpfburg nutzten. Nach der Hauptvorstellung von Bauchredner Klaus Schlotterer klang dann das Gemeindefest mit einem gemütlichen Kaffeetrinken und großem Kuchenbuffet aus. 

 Danke sei hier vor allem auch den vielen Helfern „hinter den Kulissen“ gesagt, die sich unermüdlich für das Gelingen dieses Tages eingesetzt haben, insbesondere den Mitgliedern des Kirchengemeinderates und dem Küchenteam!

13.07. – 15.07.2018 – Jungscharfreizeit in Sprollenhaus

Schiff Ahoi,

war das Thema der diesjährigen Jungscharfreizeit in Sprollenhaus mit 30 Kindern und Mitarbeitern.

Wasserspaß gab es nicht nur mit den selbstgebauten kreativen Modellbooten, sondern auch mit dem neuen Watersoccer, einer Kombination aus Hüpfburg, Planschbecken und Fußballfeld, den wir vom EJW Neuenbürg mitgenommen hatten. Bei den biblischen Geschichten ging‘s ebenfalls ums Thema Schifffahrt und um den Merkvers: „Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat.“ Hebräer 10 Vers 35.

22.04.2018 – Konfirmationsgottesdienst in der Antoniuskirche Engelsbrand

Aufsteigen auf den Sattel des Glaubens

Sieben Konfirmandinnen und Konfirmanden hatten in diesem Jahr am 22. April ihren großen Tag. Bei strahlendem Sonnenschein zog die Gruppe bestehend aus Zoui Fuchs, Katinka Jehle, Nina Kleile, Emma Seefeldt, Jessica Seiler, Niklas Bielefeld und Ken Straub in die bis auf den letzten Platz besetzte Engelsbrander Antoniuskirche ein. Der Festgottesdienst vereinte Eltern und Großeltern, Geschwister und Paten und verband so die Generationen miteinander.

Dies spiegelte sich auch in der Liedauswahl wider. Sowohl das klassische „Großer Gott, wir loben dich“ wurde miteinander angestimmt, als auch das moderne „Du bist ein wunderbarer Hirt“, das von einer Projektband begleitet wurde, die aus Sophia Steinlein (Gesang), Michael Rimmer (Klavier) und Nic Greipel (Gitarre) bestand. Auch zwei Vortragsstücke wurden von der Band eingebracht: Das gefühlvolle englische „You raise me up“ und das fetzige deutsche „Mit allem was ich bin“. 

Im Eingangsteil des Festgottesdienstes wurde es für die Konfirmandinnen und Konfirmanden noch einmal spannend, denn sie mussten nacheinander „Kernstücke des christlichen Glaubens“ aufsagen, was sie aber mit Bravour meisterten. Der zum Abschluss dieses „Prüfungsteils“ dann gemeinsam vorgetragene Psalm 23 ließ die Anspannung dann zunächst sinken. 

Pfr. Kurt Fischer begann die Predigt ungewohnt, als er im Talar auf einem Fahrrad sitzend in den Altarraum einrollte. Dieses Fahrrad spielte dann in der Konfirmationspredigt eine wichtige Rolle, weil er Vergleiche zwischen dem Leben als Christ und dem Fahrradfahren anstellte. So ging es z.B. um den notwendigen Kontakt, der beim Fahrrad durch die beiden Räder, im Glauben durch den Kontakt zu Gott und zu den Mitchristen gegen ist. Die Bremsen wollen vor Gefahren bewahren, wie uns auch die zehn Gebote vor Abstürzen schützen möchten. Die Lampe will den Weg bei Dunkelheit erleuchten, wie auch die Bibel uns auf unserem Lebensweg Licht sein will. Deshalb sollten die Konfirmanden sich auf den „Sattel des Glaubens“ schwingen und losfahren.

Bei der anschließenden Einsegnung wurde den Konfirmanden dann ein ganz persönlicher Vers aus der Bibel zugesprochen und sie wurden unter Handauflegung unter den Segen Gottes gestellt. Die Gemeinde griff diesen Gedanken im nachfolgenden Lied auf, indem sie den nun Konfirmierten zusang: Gottes guter Segen zieht mit dir ins Land und auf allen Wegen hält dich seine Hand.“

Kirchengemeinderätin Marlis Laipple sprach ein kurzes Grußwort im Namen des Kirchengemeinderates und überreichte ein kleines Präsent. Mitarbeiterin Carolin Saur, die diesen Konfirmandenjahrgang begleitet hatte, sprach dann mit Pfr. Fischer zusammen das Fürbittengebet. Unter den Klängen der festlichen Orgelmusik von Organist Walter Haag zog die Gruppe der nun Konfirmierten dann wieder aus der Kirche aus und empfing auf dem Vorplatz die Glückwünsche der vielen Gäste. Der festliche Gottesdienst fand anschließend seine Fortsetzung in den Festlichkeiten der jeweiligen Familienfeiern.

16.04.2018 – Vortrag über Hilfswerk „Diospi Suyana“ bewegt die Zuhörer

 

Unaussprechlich – aber ausgesprochen gut

Gebannt blicken knapp 120 Zuhörer in den Altarraum der Antoniuskirche in Engelsbrand. Dr. Klaus-Dieter John, ein aus Wiesbaden stammender Chirurg, erzählt in mitreißender Weise seine Erfahrungen, die er in den vergangenen 15 Jahren als Gründer und Leiter des christlichen Hilfswerkes „Diospi Suyana“ macht, das seit 2007 in einer abgeschiedenen Gegend von Peru ein Krankhaus mit angeschlossener Schule betreibt.

Der Weg dorthin war steinig und mit vielen Unsicherheiten gepflastert, aber das Vertrauen auf die durchtragende Kraft Gottes ließ John und seine Mitstreiter immer wieder den Blick nach vorne richten. Dabei ist der Name des Missionswerkes, das so viel wie „Wir vertrauen auf Gott“ bedeutet, für deutsche Zungen nur schwer auszusprechen, was dahinter steht ist aber ausgesprochen gut!

Dr. Klaus-Dieter John ist so eine Art moderner Albert Schweizer. Nicht in Afrika, sondern in der Abgeschiedenheit des peruanischen Hochlandes möchte er Anfang dieses Jahrtausends ein Hospital mit westlichem Standard für die Ärmsten der Armen, die Quechua-Indianer, errichten. Doch er und seine Frau Martina, die Kinderärztin ist, haben dafür kein Geld. Und so versuchen sie in den kommenden Jahren Menschen für diese Idee zu begeistern. Seitdem erleben sie immer wieder Wunder Gottes, die dazu führten, dass dieses Hospital nun seit mehr als einem Jahrzehnt seinen segensreichen Dienst unter der Landbevölkerung Perus durchführen kann.

Mittlerweile ist ein ganzes Zentrum rund um das Krankenhaus entstanden, zu dem eine Schule, eine Kirche, eine Arena und sogar eine Radiostation gehört. Aus weitem Umkreis kommen die Menschen, um sich dort behandeln zu lassen. Was sie an eigenen Mitteln zur Behandlung beitragen können, deckt nur ein Drittel der Kosten – der Rest wird durch Spenden aufgebracht. Und dabei ist noch nicht berücksichtigt, dass die ca. 60 westlichen Mitarbeitenden aus Europa, Nordamerika und Australien überhaupt kein Gehalt bekommen, sondern durch persönliche Freundeskreise finanziert werden.

„Ich habe Gott gesehen“ und „Gott hat uns gesehen“, sind die beiden Buchtitel, in denen Klaus-Dieter John zusammen mit seiner Frau seine Lebens- und Glaubenserfahrungen aufgeschrieben hat. Die eindrücklichen Bilder, die die Entstehung des Gesamtwerkes nachzeichneten, und die lebendige Vortragsweise des Referenten ließen die 80 Minuten des Vortrags wie im Flug vergehen. Und so wurde für die Zuhörer erkennbar, dass das Vertrauen auf Gott auch in der heutigen Zeit dazu führen kann, dass Unmögliches möglich wird. „Diospi Suyana“ – unaussprechlich, aber ausgesprochen gut!

11.03.2018 – Eiserne Konfirmation in der Antoniuskirche in Engelsbrand

Geboren im Schicksalsjahr – konfirmiert in den Aufbaujahren

Es war ein schicksalsschweres Jahr, in dem die vier Frauen und vier Männer zur Welt kamen, die am Sonntag, den 11. März 2018, im Rahmen eines Festgottesdienstes in der Engelsbrander Antoniuskirche ihre Jubiläumskonfirmation begingen. Geboren im Jahr des Kriegsausbruchs 1939 und konfirmiert mitten in den schweren Aufbaujahren nach Kriegsende am 22. März 1953, traf sich die Gruppe der Jubiläumskonfirmanden um das Ereignis der „Eisernen Konfirmation“ zu begehen. Ursprünglich waren es 15 Personen, von denen jedoch drei zwischenzeitlich verstorben sind und vier weiter sich aus Krankheits- oder sonstigen Gründen entschuldigen ließen.

Zusammen mit Pfr. Kurt Fischer zog die Gruppe zu den festlichen Klängen des Orgelvorspiels in den Gottesdienst ein, der vom Kirchenchor Engelsbrand unter Leitung von Fritz Baumgärtner mit zwei Liedbeiträgen musikalisch ausgeschmückt wurde. Mit „Fröhlich wir nun all fangen an den Gottesdienst mit Schalle“ und „Herr, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist“ brachte der Chor zwei beeindruckende Stücke zu Gehör.

Pfr. Fischer erinnerte in seiner Predigt an sicherlich auch manche schwere Lebenserfahrung, die die Jubilare in den vergangenen knapp acht Jahrzehnten zu bewältigen hatten. Doch die Freude am Glauben, von der der Apostel Paulus im Philipperbrief spricht, aus dem auch der Predigttext stammte, kann helfen, auch solche Zeiten zu bewältigen. Die Freude als Kennzeichen des christlichen Glaubens betonte insbesondere auch Dietrich Bonhoeffer in einer Bibelarbeit aus dem Geburtsjahr der Konfirmanden 1939, aus der in die Predigt eine Reihe von Zitaten einflossen. Es schloss sich ein Gebets- und Segnungsteil für die Jubilare an, bevor jeden von ihnen von Pfr. Fischer dann eine Urkunde zur Erinnerung an diesen Tag überreicht bekam.

Eigentlich hätten an diesem Sonntag noch weitere Konfirmationsjubiläen begangen werden können, doch eine „Goldene Konfirmation“ konnte in diesem Jahr nicht stattfinden, weil es vor 50 Jahren aufgrund der Schulzeitverkürzung durch die sogenannten „Kurzschuljahre“ gar keine Konfirmation gegeben hatte. Der Jahrgang der „Diamantenen Konfirmation“ wiederum, die ihr 60-jähriges Jubiläum hätten feiern können, war so klein und durch Sterbefälle und Krankheit so dezimiert, dass keine Gruppe zustande kam.

Für die „Diamantkonfirmanden“ ging es dann nach dem Gottesdienst noch weiter mit einem fröhlichen Beisammensein, in dem sicherlich manche alte Erinnerung ausgetauscht wurde.

25.02.2018 – Pfarrer Jon-André Søvde in Grunbach verabschiedet

Ein norwegischer Recke mit liebenswertem Akzent

In der gut gefüllten Grunbacher Nikolauskirche wurde Pfarrer Jon-André Søvde am letzten Sonntag im Februar in einem festlichen Gottesdienst verabschiedet. Drei Jahre lang war er mit einem halben Dienstauftrag in den Kirchengemeinden Engelsbrand, Grunbach und Salmbach tätig und wohnte mit seiner Familie während dieser Zeit im Grunbacher Pfarrhaus. Nun führt ihn sein Dienst in die Ev. Kirchengemeinde Höfen, wo er ab dem 1. März der Inhaber der dortigen Pfarrstelle sein wird.

In seiner charmanten Art führte Pfr. Søvde durch diesen vorerst letzten Gottesdienst in der Grunbacher Kirche und nahm in der Predigt über einen Abschnitt aus dem Johannesevangelium darauf Bezug, was ihm in seinem Leben und in seinem Dienst immer das Wichtigste war und ist: Dass Jesus Christus in diese Welt gekommen ist, um für uns der Weg zu Gott zu sein. 

Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Musical-Projektchor unter der Leitung von Christa Nonnenmann mitgestaltet. Im Vorgriff auf das große Ostermusical, das am 24. und 25. März in der Alten Turnhalle (Kulturhalle) Grunbach aufgeführt wird, präsentierte der Chor schon zwei programmatische Lieder: „Der Herr ist auferstanden“ und „Ihr seid meine Zeugen“. Mit viel Schwung sang der Chor diese Lieder auch als Zusage und Ermutigung für die neue Aufgabe, die Pfr. Søvde nun erwartet.

In einem Verabschiedungsteil buchstabierte Pfr. Kurt Fischer, der vorerst nun alleine für die drei Kirchengemeinden zuständig ist, die Buchstaben des Namens „Jon-André Soevde“ durch und nannte zu jedem der Buchstaben eine typische Eigenschaft oder etwas Kennzeichnendes für den scheidenden Pfarrer. So erfuhr die Gemeinde u.a. dass er ein großer Nutella-Liebhaber ist und natürlich ein steter Smartphonnutzer. Im Namen der drei Kirchengemeinderäte aus Engelsbrand, Grunbach und Salmbach überreichte Kirchengemeinderätin Erika Deusch einen männlich geprägten Geschenkkorb, mit einer umfangreichen Auswahl verschiedener Biersorten und einem Gutschein für weitere Lektüre.

Bewegt dankte Pfarrer Søvde am Ende des Gottesdienstes den anwesenden Gottesdienstbesuchern, die sich vom „norwegischen Recken mit dem liebenswerten Akzent“ im Anschluss daran noch bei einem Ständerling im Grunbacher Gemeindehaus verabschieden konnten.