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13.07. – 15.07.2018 – Jungscharfreizeit in Sprollenhaus

Schiff Ahoi,

war das Thema der diesjährigen Jungscharfreizeit in Sprollenhaus mit 30 Kindern und Mitarbeitern.

Wasserspaß gab es nicht nur mit den selbstgebauten kreativen Modellbooten, sondern auch mit dem neuen Watersoccer, einer Kombination aus Hüpfburg, Planschbecken und Fußballfeld, den wir vom EJW Neuenbürg mitgenommen hatten. Bei den biblischen Geschichten ging‘s ebenfalls ums Thema Schifffahrt und um den Merkvers: „Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat.“ Hebräer 10 Vers 35.

22.04.2018 – Konfirmationsgottesdienst in der Antoniuskirche Engelsbrand

Aufsteigen auf den Sattel des Glaubens

Sieben Konfirmandinnen und Konfirmanden hatten in diesem Jahr am 22. April ihren großen Tag. Bei strahlendem Sonnenschein zog die Gruppe bestehend aus Zoui Fuchs, Katinka Jehle, Nina Kleile, Emma Seefeldt, Jessica Seiler, Niklas Bielefeld und Ken Straub in die bis auf den letzten Platz besetzte Engelsbrander Antoniuskirche ein. Der Festgottesdienst vereinte Eltern und Großeltern, Geschwister und Paten und verband so die Generationen miteinander.

Dies spiegelte sich auch in der Liedauswahl wider. Sowohl das klassische „Großer Gott, wir loben dich“ wurde miteinander angestimmt, als auch das moderne „Du bist ein wunderbarer Hirt“, das von einer Projektband begleitet wurde, die aus Sophia Steinlein (Gesang), Michael Rimmer (Klavier) und Nic Greipel (Gitarre) bestand. Auch zwei Vortragsstücke wurden von der Band eingebracht: Das gefühlvolle englische „You raise me up“ und das fetzige deutsche „Mit allem was ich bin“. 

Im Eingangsteil des Festgottesdienstes wurde es für die Konfirmandinnen und Konfirmanden noch einmal spannend, denn sie mussten nacheinander „Kernstücke des christlichen Glaubens“ aufsagen, was sie aber mit Bravour meisterten. Der zum Abschluss dieses „Prüfungsteils“ dann gemeinsam vorgetragene Psalm 23 ließ die Anspannung dann zunächst sinken. 

Pfr. Kurt Fischer begann die Predigt ungewohnt, als er im Talar auf einem Fahrrad sitzend in den Altarraum einrollte. Dieses Fahrrad spielte dann in der Konfirmationspredigt eine wichtige Rolle, weil er Vergleiche zwischen dem Leben als Christ und dem Fahrradfahren anstellte. So ging es z.B. um den notwendigen Kontakt, der beim Fahrrad durch die beiden Räder, im Glauben durch den Kontakt zu Gott und zu den Mitchristen gegen ist. Die Bremsen wollen vor Gefahren bewahren, wie uns auch die zehn Gebote vor Abstürzen schützen möchten. Die Lampe will den Weg bei Dunkelheit erleuchten, wie auch die Bibel uns auf unserem Lebensweg Licht sein will. Deshalb sollten die Konfirmanden sich auf den „Sattel des Glaubens“ schwingen und losfahren.

Bei der anschließenden Einsegnung wurde den Konfirmanden dann ein ganz persönlicher Vers aus der Bibel zugesprochen und sie wurden unter Handauflegung unter den Segen Gottes gestellt. Die Gemeinde griff diesen Gedanken im nachfolgenden Lied auf, indem sie den nun Konfirmierten zusang: Gottes guter Segen zieht mit dir ins Land und auf allen Wegen hält dich seine Hand.“

Kirchengemeinderätin Marlis Laipple sprach ein kurzes Grußwort im Namen des Kirchengemeinderates und überreichte ein kleines Präsent. Mitarbeiterin Carolin Saur, die diesen Konfirmandenjahrgang begleitet hatte, sprach dann mit Pfr. Fischer zusammen das Fürbittengebet. Unter den Klängen der festlichen Orgelmusik von Organist Walter Haag zog die Gruppe der nun Konfirmierten dann wieder aus der Kirche aus und empfing auf dem Vorplatz die Glückwünsche der vielen Gäste. Der festliche Gottesdienst fand anschließend seine Fortsetzung in den Festlichkeiten der jeweiligen Familienfeiern.

16.04.2018 – Vortrag über Hilfswerk „Diospi Suyana“ bewegt die Zuhörer

 

Unaussprechlich – aber ausgesprochen gut

Gebannt blicken knapp 120 Zuhörer in den Altarraum der Antoniuskirche in Engelsbrand. Dr. Klaus-Dieter John, ein aus Wiesbaden stammender Chirurg, erzählt in mitreißender Weise seine Erfahrungen, die er in den vergangenen 15 Jahren als Gründer und Leiter des christlichen Hilfswerkes „Diospi Suyana“ macht, das seit 2007 in einer abgeschiedenen Gegend von Peru ein Krankhaus mit angeschlossener Schule betreibt.

Der Weg dorthin war steinig und mit vielen Unsicherheiten gepflastert, aber das Vertrauen auf die durchtragende Kraft Gottes ließ John und seine Mitstreiter immer wieder den Blick nach vorne richten. Dabei ist der Name des Missionswerkes, das so viel wie „Wir vertrauen auf Gott“ bedeutet, für deutsche Zungen nur schwer auszusprechen, was dahinter steht ist aber ausgesprochen gut!

Dr. Klaus-Dieter John ist so eine Art moderner Albert Schweizer. Nicht in Afrika, sondern in der Abgeschiedenheit des peruanischen Hochlandes möchte er Anfang dieses Jahrtausends ein Hospital mit westlichem Standard für die Ärmsten der Armen, die Quechua-Indianer, errichten. Doch er und seine Frau Martina, die Kinderärztin ist, haben dafür kein Geld. Und so versuchen sie in den kommenden Jahren Menschen für diese Idee zu begeistern. Seitdem erleben sie immer wieder Wunder Gottes, die dazu führten, dass dieses Hospital nun seit mehr als einem Jahrzehnt seinen segensreichen Dienst unter der Landbevölkerung Perus durchführen kann.

Mittlerweile ist ein ganzes Zentrum rund um das Krankenhaus entstanden, zu dem eine Schule, eine Kirche, eine Arena und sogar eine Radiostation gehört. Aus weitem Umkreis kommen die Menschen, um sich dort behandeln zu lassen. Was sie an eigenen Mitteln zur Behandlung beitragen können, deckt nur ein Drittel der Kosten – der Rest wird durch Spenden aufgebracht. Und dabei ist noch nicht berücksichtigt, dass die ca. 60 westlichen Mitarbeitenden aus Europa, Nordamerika und Australien überhaupt kein Gehalt bekommen, sondern durch persönliche Freundeskreise finanziert werden.

„Ich habe Gott gesehen“ und „Gott hat uns gesehen“, sind die beiden Buchtitel, in denen Klaus-Dieter John zusammen mit seiner Frau seine Lebens- und Glaubenserfahrungen aufgeschrieben hat. Die eindrücklichen Bilder, die die Entstehung des Gesamtwerkes nachzeichneten, und die lebendige Vortragsweise des Referenten ließen die 80 Minuten des Vortrags wie im Flug vergehen. Und so wurde für die Zuhörer erkennbar, dass das Vertrauen auf Gott auch in der heutigen Zeit dazu führen kann, dass Unmögliches möglich wird. „Diospi Suyana“ – unaussprechlich, aber ausgesprochen gut!

11.03.2018 – Eiserne Konfirmation in der Antoniuskirche in Engelsbrand

Geboren im Schicksalsjahr – konfirmiert in den Aufbaujahren

Es war ein schicksalsschweres Jahr, in dem die vier Frauen und vier Männer zur Welt kamen, die am Sonntag, den 11. März 2018, im Rahmen eines Festgottesdienstes in der Engelsbrander Antoniuskirche ihre Jubiläumskonfirmation begingen. Geboren im Jahr des Kriegsausbruchs 1939 und konfirmiert mitten in den schweren Aufbaujahren nach Kriegsende am 22. März 1953, traf sich die Gruppe der Jubiläumskonfirmanden um das Ereignis der „Eisernen Konfirmation“ zu begehen. Ursprünglich waren es 15 Personen, von denen jedoch drei zwischenzeitlich verstorben sind und vier weiter sich aus Krankheits- oder sonstigen Gründen entschuldigen ließen.

Zusammen mit Pfr. Kurt Fischer zog die Gruppe zu den festlichen Klängen des Orgelvorspiels in den Gottesdienst ein, der vom Kirchenchor Engelsbrand unter Leitung von Fritz Baumgärtner mit zwei Liedbeiträgen musikalisch ausgeschmückt wurde. Mit „Fröhlich wir nun all fangen an den Gottesdienst mit Schalle“ und „Herr, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist“ brachte der Chor zwei beeindruckende Stücke zu Gehör.

Pfr. Fischer erinnerte in seiner Predigt an sicherlich auch manche schwere Lebenserfahrung, die die Jubilare in den vergangenen knapp acht Jahrzehnten zu bewältigen hatten. Doch die Freude am Glauben, von der der Apostel Paulus im Philipperbrief spricht, aus dem auch der Predigttext stammte, kann helfen, auch solche Zeiten zu bewältigen. Die Freude als Kennzeichen des christlichen Glaubens betonte insbesondere auch Dietrich Bonhoeffer in einer Bibelarbeit aus dem Geburtsjahr der Konfirmanden 1939, aus der in die Predigt eine Reihe von Zitaten einflossen. Es schloss sich ein Gebets- und Segnungsteil für die Jubilare an, bevor jeden von ihnen von Pfr. Fischer dann eine Urkunde zur Erinnerung an diesen Tag überreicht bekam.

Eigentlich hätten an diesem Sonntag noch weitere Konfirmationsjubiläen begangen werden können, doch eine „Goldene Konfirmation“ konnte in diesem Jahr nicht stattfinden, weil es vor 50 Jahren aufgrund der Schulzeitverkürzung durch die sogenannten „Kurzschuljahre“ gar keine Konfirmation gegeben hatte. Der Jahrgang der „Diamantenen Konfirmation“ wiederum, die ihr 60-jähriges Jubiläum hätten feiern können, war so klein und durch Sterbefälle und Krankheit so dezimiert, dass keine Gruppe zustande kam.

Für die „Diamantkonfirmanden“ ging es dann nach dem Gottesdienst noch weiter mit einem fröhlichen Beisammensein, in dem sicherlich manche alte Erinnerung ausgetauscht wurde.

25.02.2018 – Pfarrer Jon-André Søvde in Grunbach verabschiedet

Ein norwegischer Recke mit liebenswertem Akzent

In der gut gefüllten Grunbacher Nikolauskirche wurde Pfarrer Jon-André Søvde am letzten Sonntag im Februar in einem festlichen Gottesdienst verabschiedet. Drei Jahre lang war er mit einem halben Dienstauftrag in den Kirchengemeinden Engelsbrand, Grunbach und Salmbach tätig und wohnte mit seiner Familie während dieser Zeit im Grunbacher Pfarrhaus. Nun führt ihn sein Dienst in die Ev. Kirchengemeinde Höfen, wo er ab dem 1. März der Inhaber der dortigen Pfarrstelle sein wird.

In seiner charmanten Art führte Pfr. Søvde durch diesen vorerst letzten Gottesdienst in der Grunbacher Kirche und nahm in der Predigt über einen Abschnitt aus dem Johannesevangelium darauf Bezug, was ihm in seinem Leben und in seinem Dienst immer das Wichtigste war und ist: Dass Jesus Christus in diese Welt gekommen ist, um für uns der Weg zu Gott zu sein. 

Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Musical-Projektchor unter der Leitung von Christa Nonnenmann mitgestaltet. Im Vorgriff auf das große Ostermusical, das am 24. und 25. März in der Alten Turnhalle (Kulturhalle) Grunbach aufgeführt wird, präsentierte der Chor schon zwei programmatische Lieder: „Der Herr ist auferstanden“ und „Ihr seid meine Zeugen“. Mit viel Schwung sang der Chor diese Lieder auch als Zusage und Ermutigung für die neue Aufgabe, die Pfr. Søvde nun erwartet.

In einem Verabschiedungsteil buchstabierte Pfr. Kurt Fischer, der vorerst nun alleine für die drei Kirchengemeinden zuständig ist, die Buchstaben des Namens „Jon-André Soevde“ durch und nannte zu jedem der Buchstaben eine typische Eigenschaft oder etwas Kennzeichnendes für den scheidenden Pfarrer. So erfuhr die Gemeinde u.a. dass er ein großer Nutella-Liebhaber ist und natürlich ein steter Smartphonnutzer. Im Namen der drei Kirchengemeinderäte aus Engelsbrand, Grunbach und Salmbach überreichte Kirchengemeinderätin Erika Deusch einen männlich geprägten Geschenkkorb, mit einer umfangreichen Auswahl verschiedener Biersorten und einem Gutschein für weitere Lektüre.

Bewegt dankte Pfarrer Søvde am Ende des Gottesdienstes den anwesenden Gottesdienstbesuchern, die sich vom „norwegischen Recken mit dem liebenswerten Akzent“ im Anschluss daran noch bei einem Ständerling im Grunbacher Gemeindehaus verabschieden konnten.

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