Sie befinden sich hier

Inhalt

09.06.2019 – 100 Jahre Kirchenchor Engelsbrand

Der Kirchenchor Engelsbrand mit Chorleiter Fritz Baumgärtner bei der Probe im Dietrich-Bonhoeffer-Gemeindehaus
Bezirkskantor Bernhard Müller gratuliert Kirchenchorleiter Fritz Baumgärtner
und überreicht die Jubiläumsurkunde
Chorsängerin Marga Gölz erhält ihre Urkunde aus der Hand von Bezirkskantor Bernhard Müller
Chorsängerin Christel Diller im Interview mit Pfr. Fischer, begleitet von Chorsänger Walter Trautz und Chorleiter Fritz Baumgärtner
Fröhlicher Austausch beim Ständerling im Anschluss an den Festgottesdienst

Großer Gott, wir loben Dich!

Die Sonne lachte vom Himmel, als ob sie ihren Teil zum Gelingen eines Festtages beibringen wollte. Am Pfingstsonntag beging der Kirchenchor Engelsbrand unter Leitung von Fritz Baumgärtner das Jubiläum seines 100. Geburtstags mit einem Festgottesdienst in der Antoniuskirche. Lieder aus vielen musikalischen Epochen durchzogen den gesamten Gottesdienst. Mit dem bekannten Kanon des Barockkomponisten Johann Pachelbel „Halleluja, Amen“ eröffnete der Chor den Gottesdienst. Eine Vertonung von Psalm 16 „Freude, Fülle, Wonne“ schloss sich im liturgischen Teil an, weiter fortgeführt mit dem von Andreas Saur an der Orgel begleiteten „Singet dem Herrn ein neues Lied“. Mit dem erst wenige Jahre alten Stück „Gott hat uns seinen Geist geschenkt“ des zeitgenössischen Komponisten Klaus Heizmann erfolgte die Überleitung zum Festvortrag.

Bezirkskantor Bernhard Müller hielt die Festrede, in der er die Grüße und den Dank des Kirchenbezirks Neuenbürg übermittelte. Zugleich überreichte er dem Leiter des Kirchenchores, Fritz Baumgärtner, die Urkunde des Verbandes evangelischer Kirchenchöre bzw. des Verbandes württembergischer Kirchenchöre. Doch damit nicht genug – eine Fülle von Urkunden wurde daran im Anschluss an eine große Anzahl von Sängerinnen und Sängern überreicht für eine mindestens 25jährige, 40jährige, 55jährige, 60jährige und sogar 70jährige Mitgliedschaft in einem Kirchenchor. Fritz Baumgärtner konnte zugleich eine Urkunde für eine 50jährige Tätigkeit als Chorleiter in Empfang nehmen, davon allein 38 Jahre in der der Leitung des Kirchenchores Engelsbrand.

In einem kurzen Interview gaben zwei Sänger/innen einen kleinen Einblick in den Choralltag. Christel Diller, die schon seit ihrer Jugendzeit im Chor mitsingt, tut dies auch nach vier Jahrzehnten immer noch mit großer Freude – zusammen mit Ihrer Mutter Marga Gölz, die schon sage und schreibe 70 Jahre im Engelsbrander Chor singt – seit ihrer Konfirmation. Walter Trautz, einer der raren Männerstimmen im Chor, trug ein selbst verfasstes Gedicht vor, in dem er die Freude am Singen mit der Werbung für den Chor verband. Jeden Mittwoch ab 19.45 Uhr ist jeder Interessierte ganz herzlich eingeladen im Rahmen einer Probenstunde im Dietrich-Bonhoeffer-Gemeindehaus festzustellen, ob das Singen im Chor auch etwas für ihn sei.

Pfarrer Kurt Fischer griff in seiner Predigt den Gedanken von Psalm 98 auf „Singet dem Herrn ein neues Lied“ und betonte, dass in der Gemeinde eine Vielfalt von Musikstilen ihren Platz haben. Auch neuere Lieder sollten immer wieder eingebracht werden. Mit dem Liedruf „Gott in der Höh sei Preis und Ehr“ untergliederte der Chor die einzelnen Bitten des Fürbittengebets. Und schließlich kam es – im Wechsel von Chor und Gemeinde – zu dem gemeinsam gesungenen „Großer Gott, wir loben Dich“, das einen festlichen Höhepunkt des Gottesdienstes markierte. Mit dem musikalisch sehr anspruchsvollen „Musikenklang“ setzte der Kirchenchor dann einen markanten Schlusspunkt in einem besonderen Gottesdienst, der seine Fortsetzung in dem anschließenden Ständerling bei strahlendem Sonnenschein vor der Antoniuskirche fand.

 

Gedicht von Walter Trautz

Es gibt nichts Schöneres als Singen

im Kirchenchor mit Treu und Fleiß,

wenn glockenrein die Lieder klingen,

zu Gottes Ehre, Lob und Preis.

 

Es gibt nichts Größeres als Singen,

sagt uns die Bibel, Gottes Wort,

da Engel Gott ihr Lob darbringen,

in hohen Chören immerfort.

 

Es macht nichts fröhlicher als singen,

weil Choräle mit uns gehn,

und Sorgen, Lebensangst bezwingen,

uns lassen manchen Kampf bestehn.

 

Es macht nichts glücklicher als Singen,

selbst wenn das Proben mühsam scheint.

Es schenkt uns Glück nach zähem Ringen,

wenn Ton für Ton zum Lied sich eint.

 

Nichts ist gesünder als das Singen,

es beugt so mancher Krankheit vor,

Es hilft und heilt vor allen Dingen,

den, der sich hält zum Kirchenchor.

 

Es ist nicht schwer im Chor zu singen,

komm, und versuch‘s und du wirst sehn,

es wird dir, wenn du’s willst, gelingen,

ganz zwanglos damit umzugehn.

 

So tun auch wir’s, seit 100 Jahren,

erfreuen uns am Kirchenlied,

willst du das gleiche Glück erfahren,

komm doch zu uns und singe mit.

 

Wir treffen uns zur Wochenmitte,

wir sind der Engelsbrander Chor.

Sopran, Tenor zu hoch??, dann bitte

zieh doch die tiefer‘n Lagen vor.

 

Wir suchen dich, für alle Stimmen,

denn jede ist nur dünn besetzt.

Wir möchten gern Gott singen rühmen,

zukünftig noch genau wie jetzt.

12.05.2019 –Konfirmation 2019 in der Engelsbrander Antoniuskirche

Hintere Reihe von links nach rechts: Pfr. Johannes Seule, Max Kirschner, Oskar Binder, Nick Lötterle
Vordere Reihe von links nach rechts: Jakob Günther, Luca Fröhlich, Emely Rathnau, Larissa Wolf, Liam Schuster, Pfr. Kurt Fischer

So verschieden – und doch zusammengehörig!

Die christliche Gemeinde ist wie eine Familie, zu der wir durch die Taufe dazugehören – diesen Gedanken stellte Pfr. Johannes Seule in den Mittelpunkt seiner Ansprache anlässlich der diesjährigen Konfirmation in der Engelsbrander Antoniuskirche am zweiten Sonntag im Mai. Auch wenn wir als einzelne Menschen ganz verschieden sind und die Taufe äußerlich nicht erkennen können, so verbindet sie uns doch durch ein unsichtbares Band. „Seht, was für eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen – und es auch sind“. Diese Verheißung aus dem 1. Johannesbrief war die biblische Grundlage für die Gedanken der Konfirmationsansprache.

Zwei Mädchen und sechs Jungen gehörten zum diesjährigen Konfi-Jahrgang, der am vergangenen Sonntag seinen großen Tag beging. Durch das festlich bekränzte Kirchenportal zog die Konfirmandengruppe in das Engelsbrander Gotteshaus ein, vorneweg gleich zwei Pfarrer. Sowohl Pfr. Kurt Fischer, als auch Pfr. Johannes Seule hatten die Gruppe in den vergangenen elf Monaten begleitet und vorbereitet. So war es nur folgerichtig, dass auch beide Geistliche den Gottesdienst gemeinsam gestalteten.

Musikalisch unterstützt von Manfred Nonnenmann an der Orgel und einer Projektband unter Leitung von Nic Greipel erlebten die über 200 Gottesdienstbesucher einen fröhlichen und abwechslungsreichen Ablauf, zu dem am Anfang auch die auswendig vorgetragen Kernstücke des christlichen Glaubens durch die Konfirmandinnen und Konfirmanden gehörten. Doch die Gruppe bewältigte diese Aufgabe tadellos und konnte dann nach der Ansprache dem Kernstück des Gottesdienstes entgegensehen: Der Einsegnung.

In Zweiergruppen traten die Jungen und Mädchen dann an den Altar und erhielten ihren jeweiligen Konfirmationsspruch. Beim Niederknien traten ihre Paten bzw. Konfirmationsbegleiter hinter sie und legten die Hand auf die Schulter, während die beiden Pfarrer den Jugendlichen abwechselnd den Segen Gottes für ihren weiteren Lebensweg zusprachen. Dokumentiert wurde dieses Geschehen durch die dann folgende Überreichung der Konfirmationsurkunden.

Kirchengemeinderätin Marlis Laipple übermittelte im Anschluss die besten Wünsche des Kirchengemeinderates und übergab den nun Konfirmierten als kleinen Gruß eine Taschenlampe, die sie daran erinnern soll, dass das Licht Gottes auch ihr Leben hell machen will. Eltern und Paten wirkten dann beim Fürbittengebet mit. Nach dem Auszug aus der Kirche unter den festlichen Klängen des Orgelspiels wurden von den Gottesdienstbesuchern noch manche Erinnerungsfotos gemacht, bevor die einzelnen Familien dann an verschiedenen Orten die Feierlichkeiten fortsetzten.

24.03.2019 – 175 jähriges Konfirmationsjubiläum

 

Das sozusagen 175jährige Konfirmationsjubiläum konnten 18 Frauen und Männer am So, den 24. März in der Engelsbrander Antoniuskirche begehen. Diese Zahl setzt sich zusammen aus acht Goldkonfirmand(inn)en, zwei Diamantkonfirmand(inn)en und acht Eisernen Konfirman(inn)en, die nach 50, 60 und 65 Jahren das Jubiläum ihrer Konfirmationen in den Jahren 1954, 1959 und 1969 begehen konnten. Die ungleich großen Jahrgänge waren dadurch bedingt, dass der Geburtsjahrgang 1944/45 aufgrund des 2. Weltkriegs nur sehr klein ausgefallen ist. Schon eine Stunde vor Beginn des Gottesdienstes gab es ein fröhliches Wiedersehen am Dietrich-Bonhoeffer-Gemeindehaus. Zwei Eiserne Konfirmandinnen, die mittlerweile in den USA leben, konnten zwar nicht anwesend sein, ließen aber ihrem Jahrgang herzliche Grüße übermitteln.

Der Festgottesdienst wurde vom Kirchenchor Engelsbrand unter Leitung von Fritz Baumgärtner musikalisch mitgestaltet, der gekonnt zwei fröhliche Loblieder vortrug. Pfarrer Kurt Fischer erinnerte in seiner Predigt daran, dass die Jubilare in den Jahrzehnten seit den jeweiligen Konfirmationsgottesdienst sicherlich manche guten und auch schwierigen Lebenserfahrungen gemacht haben. Anhand des biblischen Propheten Jeremia führte er aus, dass sich der Erfolg eines Lebens letztlich daran orientiert, dass man sich in Höhen und Tiefen an den Zusagen Gottes orientieren kann.

Jahrgangsweise wurden die Jubelkonfirmanden dann nach vorne in den Altarraum gebeten, wo die gesamten Teilnehmer - auch die nicht anwesenden und schon verstorbenen - namentlich genannt wurden, ein Gebet gesprochen und der Segen Gottes für die jeweilige Gruppe erbeten wurde. Auch nach dem Gottesdienst blieben die Jubilare noch zusammen und tauschten alte Erinnerungen aus.