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18.10.2020 - Gottesdienst für Aufgeweckte in der Mehrzweckhalle Engelsbrand

Wahres vom Weinstock

Einzelne Stühle über die große Fläche der Mehrzweckhalle in Engelsbrand verteilt – das war der erste Eindruck, der sich für die Besucher des dritten „Gottesdienstes für Aufgeweckte“ in Engelsbrand ergab. Die Corona-Hygienevorschriften machten es für die gut 60 Gottesdienstbesucher notwendig, sich mit dem gebotenen Abstand am 18. Oktober zu versammeln. Und doch bildeten die Versammelten eine Gemeinschaft über den Abstand hinweg. Geschmückt war die Halle mit zwölf Schautafeln der württembergischen Bibelgesellschaft aus der neuen Ausstellung „Wein und Bibel“.

Das Thema „In vino veritas – Wahres vom Weinstock“ zog sich durch den ganzen Gottesdienst hindurch, der vom Singteam der Kirchengemeinden Engelsbrand, Grunbach und Salmbach unter Leitung von Claudia Keppler mitgestaltet wurde. In einem Anspiel machten Maike und Andreas Walther deutlich, wie unterschiedlich es zwei Reben ergehen kann, die sich entweder am Weinstock befinden, oder getrennt von ihm sind. Pfarrer Kurt Fischer bezog sich in seiner Ansprache auf den Satz von Jesus Christus: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht. Denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“

Erstmalig wurde in diesem Gottesdienst dann eine Abendmahlsfeier unter Corona-Bedingungen durchgeführt. Jeder Gottesdienstbesucher erhielt eine vorher unter hygienischen Bedingungen gepackte Tüte mit einer Oblate und drei Weintrauben als Zeichen für den Ursprung des Weins. Während der Einsetzungsworte wurden dann von der Gottesdienstgemeinschaft gemeinsam die Gaben von „Brot und Wein“, also Oblate und Weintraube, zu sich genommen. Wenn eine solche Form sicherlich auch noch für den einen oder anderen gewöhnungsbedürftig ist, hat dieser Gottesdienst auf jeden Fall gezeigt, dass auch unter erschwerten Bedingungen Abendmahlsfeiern möglich sind.

Mit dem vertrauensvollen Segenslied: „Sei behütet auf deinen Wegen“ wurden die Gottesdienstbesucher dann in ihren Alltag entlassen.

20.09.2020 - Konfirmation in Engelsbrand

Bei herrlichem Sonnenschein feierten am vergangenen Sonntag die Konfirmanden*innen unserer Gemeinde ihre Konfirmation.

Bedingt durch die aktuelle Corona-Situation, fand dieses jedoch in zwei aufeinanderfolgenden Gottesdiensten statt.

Feierlich, mit Anstand, Abstand und Mundschutz zogen die Konfirmanden*innen je zu zweit in die Antoniuskirche ein. Beim lockeren Tischgespräch erzählten sie der Festgemeinde von ihrem Glauben, von dem, wie Gottes Güte und Liebe in ihrem Alltag wirken kann, vom Gleichnis des barmherzigen Vaters und von der Wichtigkeit ihres Konfirmationsspruches. Gesegnet, gestärkt und erfüllt zogen unsere Konfirmanden*innen am Ende des Gottesdienst wieder aus. So konnten unsere Konfirmanden*innen und ihre Familien nun Monate später, als ursprünglich geplant, einen würdigen, feierlichen und doch so ganz anderen Gottesdienst erleben und feiern. An dieser Stelle sei ganz herzlich allen gedankt, die zum Gelingen der Konfirmationsgottesdienste mitgewirkt haben, sowie zur Umsetzung und Einhaltung des Hygienkonzepts. Ganz besonderen Dank gilt unserer KGR´in Marlis Laipple, die das Konfirmandenjahr in besonderer Weise unterstützte und begleitete, den Festgottesdienst mitvorbereitete, sowie Glück- und Segenswünsche den Konfirmanden*innen übermittelte, stellvertretend für die Kirchengemeinde Engelsbrand.

13.09.2020 - „Gottesdienst im Grünen“ lockt die Menschen in den Pfarrgarten

Wer dankt, weiß sich von Gott getragen – in guten und bösen Zeiten

„Danke, für diesen guten Morgen, danke, für jeden neuen Tag, danke, dass ich all meine Sorgen auf dich werfen mag.“ Diese Liedzeile aus dem bekannten „Danke-Lied“ schallte am Sonntag, den 13. September durch den Pfarrgarten in Engelsbrand. Knapp 120 Gottesdienstbesucherinnen und -besucher hatten sich aufgemacht, um bei schönstem Wetter einen „Gottesdienst im Grünen“ zum Thema „Danke“ zu erleben. Der weitläufige Pfarrgarten machte es möglich, dass so viele Menschen gleichzeitig dabei sein konnten und zugleich die Corona-Abstandsbestimmungen eingehalten werden konnten.

Die fröhliche Stimmung der Gottesdienstteilnehmer, die aus Engelsbrand, Grunbach und Salmbach zusammengekommen waren, wurde unterstützt durch das erst seit diesem Jahr bestehende Singteam der drei Gemeinden, musikalisch gekonnt begleitet am E-Piano durch Claudia Keppler. Mit neueren Liedern tun sich viele Menschen am Anfang etwas schwer – da ist es gut, wenn es eine Gruppe von Menschen gibt, die diese Lieder schon kennen und einem helfen die Melodie zu finden und zu halten. So versteht sich das Singteam auch nicht als Chor, sondern als ein Teil der singenden Gemeinde, die andere zum Mitsingen ermuntern möchten. „Ich sing dir mein Lied“ klang flott und mitreißend, „Wo ich auch stehe, du warst schon da“ betonte die Nähe Gottes trotz aller schwierigen Situationen und mit „Show me Lord“ bzw. in Deutsch „Zeige mir deinen Weg“ wurde das Fürbittengebet begleitet.

Pfr. Kurt Fischer sprach in seiner Predigt davon, dass das „Danke“ Sagen schon anderen Menschen gegenüber oftmals nicht mehr selbstverständlich ist. Erst recht vergessen wir es Gott gegenüber. Da kann uns das „Danke-Lied“, das es in den 60-Jahren des vorigen Jahrhunderts tatsächlich in die Hitparade geschafft hat, anleiten, die verschiedenen Lebenssituationen aus der Perspektive der Dankbarkeit Gott gegenüber zu sehen – bis hin zu der letzten Zeile: „Danke, ach Herr, ich will dir danken, dass ich danken kann“.

Im Rahmen des Gottesdienstes wurde dann auch Hausmeisterin Christel Diller gewürdigt, die – immer tatkräftig unterstützt von ihrem Mann Peter – seit 25 Jahren den Dienst am Dietrich-Bonhoeffer-Gemeindehaus versieht. Pfr. Fischer sprach den Dank der Kirchengemeinde Engelsbrand aus für dieses engagierte Wirken über ein Vierteljahrhundert hinweg.

Im Anschluss an den Gottesdienst konnten sich die Besucher dann noch mit einem kleinen Imbiss stärken – das Team von Angelika Weik und Lori Grabatin hatte Würstchen mit Brötchen vorbereitet, so dass sich viele Besucher einladen ließen, den Gottesdienst mit einem Ständerling ausklingen zu lassen. Am Ende waren sich alle einig: Gottesdienste im Grünen sind schon etwas ganz Besonderes!

01.09.2020 - Dietrich-Bonhoeffer-Gemeindehaus - Ein Vierteljahrhundert in guter Hand

Christel Diller feiert Dienstjubiläum als Hausmeisterin

Vor 25 Jahren, am 1. September 1995, trat Christel Diller ihren Dienst als Hausmeisterin im Dietrich-Bonhoeffer-Gemeindehaus im Kastanienweg an. Immer tatkräftig unterstützt durch ihrem Mann Peter, war sie seitdem für die großen und kleinen Dinge im Haus verantwortlich. Als sie diese Aufgabe von ihrer Vorgängerin Adelheid Strauß übernahm, war das Haus erst wenige Jahre alt, doch mittlerweile hat es mehr als dreieinhalb Jahrzehnte "auf dem Buckel". So wundert es nicht, dass in den vergangenen Jahren die eine oder andere Renovierungsmaßnahme notwendig wurde, die Christel und Peter Diller begleiteten.

Doch vor allem war und ist unsere Hausmeisterin natürlich dafür zuständig, dass das Dietrich-Bonhoeffer-Haus der gastfreundliche Mittelpunkt der gesamten Gemeindearbeit ist und bleibt. Hier probt der Kirchenchor, hier werden Konfirmand(inn)en unterrichtet, hier trifft sich der "Mittagstisch für Senioren" genauso wie der Müttertreff, hier findet die Bibelstunde der Liebenzeller Gemeinschaft statt, hier bespricht sich der Besuchsdienst, hier kommt der Offene Gebetstreff zusammen und hier wurden manche neuen Erkenntnisse durch "Bibel im Gespräch" vermittelt.

Auch im Jugendbereich im Unterschoss ist immer etwas los - sei es beim Kindergottesdienst, bei der Eltern-Kind-Krabbelgruppe, der Zwergen-Jungschar, der Mittwoch- bzw. Donnerstagjungschar oder dem relativ neuen Mädchenkreis "g-time" (das steht für girls-time). Nicht zuletzt finden manche Vortragsveranstaltungen, der große Seniorennachmittag zusammen mit der Kommune Engelsbrand und auch etliche private Feierlichkeiten hier im Haus statt. Immer gibt es etwas vorzubereiten, durchzuführen und aufzuräumen. Auch der achtsame Blick auf die Haustechnik gehört natürlich zum Dienst der Hausmeisterin dazu.

Der Kirchengemeinderat sagt daher Christel und Peter Diller für diesen langen Zeitraum der engagierten Mitarbeit ein riesengroßes Dankeschön für allen Einsatz im Haus und im Gelände drumherum. Er weiß das Haus bei ihnen in guter Hand und wünscht beiden immer wieder neu die Freude und Kraft für alle anfallenden Aufgaben.

05.07.2020 - "Gottesdienst für Aufgeweckte" im Pfarrgarten Engelsbrand

Thema: "Ein Sommer mit Einschränkungen!?"

Der Mann, der Gitterstäbe überwindet!

Aktionskünstler „Mr. Joy“ als Gast beim „Gottesdienst für Aufgeweckte“

Doch, sie sind massiv: einzeln kontrolliert von etlichen anwesenden Gottesdienstbesuchern. Und sie stecken fest und gerade nebeneinander im Rahmen – da gibt es kein Durchkommen, alles ist geprüft. Die Gitterstäbe, die Karsten Strohhäcker, alias „Mr. Joy“, daran hindern müssten, durch den Fensterrahmen zu steigen, sind eigentlich unüberwindbar. Und doch – nur durch einen kleinen schwarzen Vorhang ein wenig vor den gebannten Blicken der Zuschauer verdeckt – schafft er es, diese Stäbe in kürzester Zeit zu überwinden und ist im Nu von der einen auf die andere Seite gestiegen. Tosender Applaus!

Und auch die zerbeulte Coladose nimmt unter seinen geschickten Händen auf wundersame Weise wieder ihre alte Form ein, lässt sich sogar mit einem Zischen öffnet und spendet die dunkelbraune Brause in ein bereit gestelltes Glas.

Doch nicht nur um die Effekte dieser Illusionsdarstellungen geht es dem Künstler, sondern er verbindet damit eine Aussage: Trotz aller Begrenzungen und Einschränkungen, denen wir Menschen – gerade auch in diesen Corona-Zeiten – unterworfen sind, können wir Freiheit gewinnen, wenn wir uns an Gott, unserem Vater im Himmel orientieren. Mit ihm überwinden wir die inneren Gitterstäbe, die uns von Gott und untereinander trennen. Sein heilendes Wirken und Handeln kann auch an uns das wieder herstellen, was der Heilung bedarf.

Fast 130 Besucherinnen und Besucher – kleine und große, junge und alte – hatten sich auf den Weg gemacht, um am ersten Julisonntag am „Gottesdienst für Aufgeweckte“ im Pfarrgarten in Engelsbrand teilzunehmen. Bei trockenem und sonnigem Wetter bot die große Wiese genügend Möglichkeiten, um den geforderten Abstand voneinander einzuhalten und doch zugleich eine große Gottesdienstgemeinschaft aus Engelsbrandern, Grunbachern und Salmbachern zu bilden. Zwar kann bei „Gottesdiensten im Grünen“ auf einen Mund-Nasen-Schutz verzichtet werden, doch singen darf die Gemeinde noch nicht so ohne weiteres. Vortragsstücke sind allerdings erlaubt, und so setzte das Singteam unter Leitung von Claudia Keppler für die große Gemeinschaft mit seinem Liedblock einen flotten musikalischen Akzent: „Komm, und lobe den Herrn“,  wurden die Gottesdienstbesucher ermuntert, und konnten innerlich ebenso einstimmen in das vorgetragene „Ich sing dir mit Herz und Mund“.

Pfr. Kurt Fischer moderierte diesen Gottesdienst, der durch eine Reihe von kreativen Elementen eine besondere Ausstrahlung gewann. So brachten vier Mitglieder des Singteams bei zwei Einstiegsanspielen das Thema des Gottesdienstes „Ein Sommer mit Einschränkungen!?“ auf den Punkt. Ein mitten im Weg stehendes Absperrgitter symbolisierte die uns momentan aufgezwungenen Trennungen und Einschränkungen, und die Gespräche im Anspiel spiegelten die unterschiedlichen Positionen wieder, die es in der Bevölkerung dazu gibt.

Drei weitere Mitglieder des Teams brachten stellvertretend für die Gottesdienstgemeinde im Fürbittengebet die Gebetsanliegen vor Gott. Gerne wären die Gottesdienstbesucher nach dem musikalischen Nachspiel, das Manfred Nonnenmann auf dem Akkordeon vortrug, noch zum gemeinsamen Essen beieinandergeblieben – doch dies musste aufgrund der Corona-Einschränkungen leider noch entfallen.

Hier können Sie sich den Gottesdienst anhören

Fleißige Hände packten an und erreichten eine Menge ...

Frühjahr 2020 – Kiesstreifen hinter Antoniuskirche

Schon lange sollte der Kiesstreifen hinter der Antoniuskirche eingebracht werden. Als Horst Späth von dieser Aufgabe hörte, nahm er die Organisation dieses Anliegens kurzentschlossen in die Hand. Beim Seniorennachmittag sprach er mit Bürgermeister Thomas Keller, danach mit Firma Bauer und Hassan Achkachou - überall traf er auf offene Ohren und Türen. Vielen Dank der Gemeinde Engelsbrand für die Zurverfügungstellung des Frontladers, der Firma Bauer für Flies und Kies sowie Herrn Hassan Achkachou für die ehrenamtliche Erledigung der Arbeiten und natürlich Horst Späth für die Unterstützung und Gesamtorganisation.

30.05.2020 – Moosentfernung vom Dach des Dietrich-Bonhoeffer-Gemeindehauses

In fast 35 Jahren hat sich viel Moos auf dem Dach des Dietrich-Bonhoeffer-Gemeindehauses gebildet. Nachdem im letzten Jahr bei Starkregen das Dachflächenwasser nicht mehr wie geplant abfließen konnte, sondern teilweise über die Dachrinne schwappte und danach auf ein erdbodentiefes Fenster und ins Untergeschoss des Gemeindehauses drückte, sollte das Moos auf dem Dach entfernt werden.

Einige Helfer haben sich bereiterklärt uns bei dieser Aufgabe zu unterstützen. Weil uns die Sicherheit unserer Helfer wichtig ist, haben wir mit Eike Schulze von der Firma SENN Bedachungen einen Fachmann angesprochen, der uns bei dieser Aktion begleitet und ehrenamtlich unterstützt hat. Eike hatte spontan zugesagt und kam mit dem Kranwagen und Sicherungsgurten der Firma SENN. Ganz herzlichen Dank allen Ehrenamtlichen: Eike Schulze, Peter Diller, Thomas Konath, Alexander Vollmer und Gebhard Saur für die schweißtreibende Arbeit auf dem Dach und Christel Diller, die alle mit Kuchen und Getränken versorgt hat, die Koordination dieser Aktion übernahm Andreas Saur.

06.06.2020 – Überprüfung und Reparatur von Schieferplatten am Turm unserer Antoniuskirche

Nachdem die Arbeiten am Kirchturm am letzten Wochenende nicht abgeschlossen werden konnten, kam Eike Schulze an diesem Samstag nochmals mit dem Kranwagen der Firma SENN. Leider war das Wetter diesmal nicht so schön wie am letzten Wochenende, so dass Eike Schulze und Alexander Vollmer trotz Regen in den Korb stiegen und die Arbeiten am Turm durchführten. Ganz herzlichen Dank auch für diesen ehrenamtlichen Einsatz!

Haben Sie auch Interesse, Ihre Fähigkeiten und Gaben in unserer Kirchengemeinde einzubringen?

In unserer Kirchengemeinde gibt es viele Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu engagieren, sei es hauswirtschaftlich (z.B. mit einem Kuchen oder Salat), zupackend im Garten oder bei handwerklichen Aufgaben, aber auch in der Unterstützung unserer Gemeindearbeit, z.B. bei kreativen, musikalischen oder redaktionellen Themen und im Bereich Medientechnik. Wir freuen uns über ehrenamtliche Mitarbeiter/innen in allen Bereichen. Wie umfangreich Sie sich engagieren möchten, bestimmen Sie natürlich immer selber.

Wenn Sie gerne Ihre Fähigkeiten in unserer Kirchengemeinde einbringen möchten, wenden Sie sich bitte an unseren 2. Vorsitzenden des Kirchengemeinderats Andreas Saur.

01.06.2020 - Pfingstmontagsgottesdienst im Grünen im Engelsbrander Pfarrgarten

Das Wehen des Geistes bei windigem Wetter

Die Schöße des Talars flatterten im Wind, die Decke des improvisierten Altars war ständig in Bewegung und die Flamme der Altarkerze war erloschen. Doch die Flamme des Geistes Gottes ließ sich durch die Windböen, die am Pfingstmontag den Engelsbrander Pfarrgarten durchwehten, nicht ausblasen.

Über 60 Gottesdienstbesucher aus Engelsbrand, Grunbach, Salmbach und darüber hinaus trafen sich bei strahlendem Sonnenschein im weitläufigen Gelände um das Engelsbrander Pfarrhaus herum zum „Gottesdienst im Grünen“ am zweiten Pfingsttag. Die Abstandsregeln aufgrund der Corona-Krise konnten hier ohne Probleme eingehalten werden, und im Freien entfiel zudem die sonst übliche Mund-Nasen-Bedeckung.  Organist Bernd Philippsen begleitete – wie gewohnt gekonnt – auf dem Digital-Piano den gesamten Gottesdienst, bei dem leider immer noch nicht gesungen werden durfte. Doch die Gottesdienstbesucher sangen innerlich mit, als die Melodie des Pfingstchorals „Komm, o komm, du Geist des Lebens“ erklang.

Pfr. Kurt Fischer orientierte sich in seiner Predigt einerseits am Pfingstbericht aus der Apostelgeschichte und andererseits an einem Aquarellbild von Manfred Boiting mit dem Namen „Schenk uns deinen Geist“.  Er ging auf die belebende und begeisternde Kraft des Heiligen Geistes ein, der die Menschen damals in Jerusalem entzündete und sie „Feuer und Flamme“ sein ließ, den Glauben an Jesus Christus weiterzusagen und weiterzutragen. Von diesem Geist sollten auch wir uns heute erfüllen und beleben lassen.

Zwei weitere neuere Pfingstlieder, „Atme in uns, Heiliger Geist“ und „Ein Licht geht uns auf in der Dunkelheit“, erklangen über die Wiese des Pfarrgartens – gespielt vom Organisten und gesungen vom Pfarrer, der dies allein tun durfte, da er genügend Abstand zu den Gottesdienstbesuchern hielt. Auch nach dem offiziellen Ende standen noch manche von ihnen in kleinen Grüppchen – natürlich mit dem nötigen Abstand – beisammen, um sich bei dem prächtigen Wetter miteinander auszutauschen und ein frohes Pfingstfest zu wünschen. Das Fazit war eindeutig – Gottesdienste im Grünen sollten öfter stattfinden.

März 2020 - „Banner der Hoffnung“ an den Engelsbrander Kirchen

Seit Ende März 2020 hängt an der Antoniuskirche Engelsbrand, der der Nikolauskirche Grunbach und an der Friedenskirche Salmbach jeweils ein „Banner der Hoffnung“. Wir möchten als evangelische Kirchengemeinden im wahrsten Sinne des Wortes „Flagge zeigen“ und die Menschen in unseren drei Teilorten in diesen krisengeschüttelten Zeiten auf die Hoffnung des christlichen Glaubens aufmerksam machen. Große Unsicherheiten und Ängste sind in vielen Menschen angesichts der Corona-Pandemie aufgebrochen. Dies soll auch nicht schöngeredet werden – die Lage ist sicherlich erst.

Doch als Christen, die den Verheißungen der Bibel vertrauen, wissen wir um die größere Macht Gottes angesichts aller sonstigen Entwicklungen. Deshalb möchten wir dazu ermutigen, sich in diesen Tagen und Wochen in besonderer Weise auf die Verheißungen der Bibel zu verlassen. „Alle eure Sorgen ladet bei Gott ab, denn er sorgt für euch“ – diese Aufforderung aus dem 1. Petrusbrief, die an der Salmbacher Kirche zu lesen ist, ermutigt uns mit unseren Sorgen im Gebet zu Gott zu kommen, sie bei ihm abzuladen und ihn um Hilfe und Rat zu bitten. „Fürchte dich nicht, ich steh dir bei. Hab keine Angst, ich bin dein Gott!“ - Diese Zusage aus dem Buch des Propheten Jesaja trifft mitten hinein in das Lebensgefühl vieler Menschen angesichts der unkontrollierten Ausbreitung des Corona-Virus. Der Satz, der an der Grunbacher Kirche zu lesen ist, macht uns deutlich, dass wir uns in aller Angst und Furcht zu unserem Gott flüchten dürfen und von ihm her neuen Mut bekommen können.

In diesen Tagen gedenken wir an den 75. Todestag des evangelischen Pfarrers und Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer. Am 9. April 1945 wurde er – nur wenige Tage vor Kriegsende – zum Tode verurteilt und hingerichtet. In sicherlich noch schwererer Zeit als heute schrieb er kurze Zeit zuvor eine Meditation, die aus dem Gefängnis herausgeschmuggelt werden konnte, und die seitdem Millionen von Menschen angesichts großer persönlicher Notlagen tröstet. „Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“ Diese Gedicht- und Liedstrophe, die an der Engelsbrander Kirche zu lesen ist, stellt uns den Trost unseres Gottes, angesichts mancher trostlosen Situationen vor Augen.

Die Kirchengemeinden Engelsbrand, Grunbach und Salmbach hoffen, dass mit diesen Mut machenden „Bannern der Hoffnung“ viele Menschen einen neuen und zukunftsorientierten Blick auf alle Sorgen der Gegenwart bekommen.